Lenormand Karten: Alle 36 Bedeutungen, Deutung und Legesysteme

Lenormand Karten: Alle 36 Bedeutungen, Deutung und Legesysteme

Lenormand

Lenormand ist ein praktisches System mit 36 Karten, das klare Symbole nutzt, um Alltagssituationen zu beschreiben. Dieser Artikel bietet eine strukturierte Übersicht: die Kurzdeutung aller Karten, gängige Legesysteme, Kartenkombinationen und die historischen Hintergründe.

Die 36 Lenormand Karten (auch Lenormandkarten genannt) sind ein etabliertes Set von Lenormandkarte-Motiven, das in der Praxis von vielen beim Kartenlegen verwendet wird. Anders als einige Tarot-Formate fokussieren Lenormand-Karten auf konkrete Hinweise zu Beziehungen, Arbeit und Entscheidungen.

Das Deck, benannt nach Marie Anne Lenormand, wird oft als präziseres Instrument für schnelle, praktische Deutungen verstanden und gehört zu den verbreiteten Wahrsagekarten in deutschsprachigen Kreisen.

Was dieser Leitfaden enthält:

  • Kurze Übersicht zu allen 36 Karten (je Karte 1–2 Sätze)
  • Praktische Legesysteme und Spreads
  • Grundlagen zu Kartenkombinationen und Zeitdeutungen
  • Kurzgeschichte und Unterschiede zu Tarot

Geschichte der Lenormand Kartomantie

Die Geschichte der Lenormand-Kartomantie erklärt, wie ein konkretes 36-Karten-System in Europa Verbreitung fand. Dieser Abschnitt fasst die wichtigsten historischen Stationen kurz und sachlich zusammen.

Marie Anne Lenormand: Die Ursprünge

Marie Anne Lenormand (geboren 1772) gilt als Namensgeberin des Systems und arbeitete als bekannte Kartenleserin in Frankreich; in populären Darstellungen wird sie häufig als Beraterin prominenter Zeitgenossen genannt. Der Begriff Madame Lenormand hat sich als Suchbegriff und historische Referenz etabliert.

  • Geboren 1772 in der Bretagne (Quellen variieren zu genauen Details)
  • Wurde im 19. Jahrhundert als Kartenlegerin bekannt
  • Ihr Name wurde später für mehrere Kartendecks verwendet

Entwicklung der Kartensysteme

Nach Lenormands Lebenszeit entstanden verschiedene Decktypen, die in der Folge standardisiert wurden. Zwei historische Bezeichnungen sind verbreitet:

  1. Grand Jeu de Mlle Lenormand (häufig datiert auf die Mitte des 19. Jahrhunderts)
  2. Petit Lenormand, das kleine 36-Karten-Deck, das zur heute geläufigen Form wurde

Unterschied zwischen großem und kleinem Lenormand

Das große Deck (Grand Jeu) ist umfangreicher und bildreich; das kleine Deck (Petit Lenormand) mit 36 Karten ist kompakter und praktischer für schnelle Deutungen. Heute nutzen viele Menschen bevorzugt das Petit-Format wegen seiner Klarheit und einfachen Handhabung.

Die historische Entwicklung zeigt, wie aus individueller Praxis ein weit verbreitetes System von wahrsagekarten wurde, das bis heute in verschiedenen Formen und Illustrationen existiert.

Grundprinzipien der Lenormand-Deutung

Die Lenormand-Deutung zeichnet sich durch klare, alltagsnahe Symbole aus: jede Lenormandkarte zeigt ein konkretes Motiv, das in Kombination mit Nachbarkarten eine präzise Aussage liefern kann. Im Vergleich zu Tarot liegt der Fokus stärker auf konkreten Situationen statt auf tiefpsychologischer Symbolik.

Wesentliche Prinzipien auf einen Blick:

  • Einfache, sofort erkennbare Bildsprache jeder karte
  • Bedeutung entsteht im Zusammenhang mit benachbarten Karten
  • Kontextbezogene Auslegung für praktische Lebensfragen
  • Fokus auf präzise, handelbare Hinweise statt auf allgemeine Metaphern

Kurzer Vergleich: Lenormand vs. Tarot

  • Lenormand: 36 Karten, konkrete Alltagssymbole, schnelle Antworten
  • Tarot: 78 Karten, komplexe Archetypen, tiefer gehende psychologische Arbeit

Schnellstart: Wie Sie beginnen

  1. Lernen Sie die Grundbedeutung jeder Lenormandkarte (siehe 36-Karten-Übersicht).
  2. Üben Sie einfache Spreads (Tageskarte, Drei-Karten-Legung).
  3. Konzentrieren Sie sich auf Nachbarkarten und Lesrichtung.
  4. Führen Sie ein Kartentagebuch mit Beispielen und Notizen.
  5. Vertiefen Sie Kombinationen systematisch (zuerst Paare, dann Dreiergruppen).

Begriffe, die später wichtig werden: personenkarten (Personen oder Rollen), sachkarten (Gegenstände/Themen) und situationskarten (Ereignisse/Zustände). Zur 36-Karten-Übersicht springen für eine kompakte Liste aller Karten und ihrer Kurzdeutungen.

Die 36 Lenormand Karten im Überblick

Die Lenormandkarten bestehen aus einem standardisierten Set von 36 Motiven. Nachfolgend finden Sie eine kompakte, leicht scanbare Übersicht aller Karten: jede Karte wird namentlich genannt und mit 1–2 kurzen Sätzen beschrieben.

Video:

(öffnet in neuem Tab). Hinweis: das Video dient als ergänzende Einführung.

Die Karten lassen sich grob in drei Gruppen einteilen: personenkarten, sachkarten und situationskarten. Die Nummern entsprechen der gängigen Petit-Lenormand-Nummerierung.

Vollständige Liste der 36 Karten (Kurzdeutungen)

  1. Lenormand Reiter – Symbolisiert Nachricht, Bewegung und neuen Beginn.
  2. Lenormand Klee– Steht für Glück, kleine Chancen und kurzfristige Wendungen.
  3. Lenormand Schiff – Repräsentiert Reisen, Handel und längere Veränderungen.
  4. Lenormand Haus – Symbolisiert Zuhause, Sicherheit und private Angelegenheiten.
  5. Lenormand Baum – Steht für Gesundheit, Wachstum und langfristige Entwicklung.
  6. Lenormand Wolken – Zeigt Unklarheit, Zweifel oder kurzfristige Verwirrung.
  7. Lenormand Schlange – Hinweis auf Komplikationen, Täuschung oder schwierige Personen.
  8. Lenormand Sarg – Bedeutet Ende, Abschluss oder nötige Veränderung.
  9. Lenormand Blumenstrauß – Symbolisiert Geschenk, Anerkennung und positive Gefühle.
  10. Lenormand Sense – Steht für plötzliche Einschnitte, Warnung oder notwendige Trennung.
  11. Lenormand Rute – Repräsentiert Konflikt, Diskussion oder klare Kommunikation.
  12. Lenormand Vögel – Zeigen Kommunikation, Gespräche und nervöse Energie.
  13. Lenormand Kind – Symbolisiert Neubeginn, Unschuld und ein kleines Projekt.
  14. Lenormand Fuchs – Steht für Vorsicht, List oder berufliche Angelegenheiten.
  15. Lenormand Bär – Repräsentiert Stärke, Autorität und materielle Ressourcen.
  16. Lenormand Sterne – Symbolisiert Orientierung, Hoffnung und langfristige Ziele.
  17. Lenormand Storch – Bedeutet Wandel, Migration oder eine bevorstehende Veränderung.
  18. Lenormand Hund – Steht für Treue, Freundschaft und verlässliche Menschen.
  19. Lenormand Turm – Repräsentiert Institutionen, Distanz oder strukturelle Aspekte.
  20. Lenormand Garten – Symbolisiert Öffentlichkeit, Treffen und soziale Kreise.
  21. Lenormand Berg – Steht für Hindernis, Verzögerung oder Herausforderung.
  22. Lenormand Wege – Bedeutet Entscheidung, Alternativen und Richtungswahl.
  23. Lenormand Mäuse – Repräsentieren Verlust, Stress oder schleichende Probleme.
  24. Lenormand Herz – Symbolisiert Liebe, Zuneigung und emotionale Bindung.
  25. Lenormand Ring – Steht für Vereinbarungen, Verträge und feste Bindungen.
  26. Lenormand Buch – Bedeutet Wissen, Geheimnisse oder noch unentdeckte Informationen.
  27. Lenormand Brief – Repräsentiert Nachricht, Dokumente und schriftliche Kommunikation.
  28. Lenormand Herr – Personenkarte, die einen relevanten Mann oder männliche Energie bezeichnet.
  29. Lenormand Dame – Personenkarte, die eine relevante Frau oder weibliche Energie bezeichnet.
  30. Lenormand Lilien – Symbolisieren Ruhe, Ethik und familiäre oder berufliche Integrität.
  31. Lenormand Sonne – Steht für Erfolg, Freude und klare positive Entwicklungen.
  32. Lenormand Mond – Bedeutet Anerkennung, Emotionen und Intuition.
  33. Lenormand Schlüssel – Repräsentiert Lösung, Zugriff oder entscheidende Erkenntnis.
  34. Lenormand Fische – Symbolisieren Geld, Geschäft und materielle Ströme.
  35. Lenormand Anker – Steht für Stabilität, Beständigkeit und langfristige Bindung.
  36. Lenormand Kreuz – Bedeutet Prüfungen, Schicksal oder belastende Erfahrung.
EBENSO LESEN:
Lenormand Sarg: Bedeutung & Deutung der Kartenlegung

Diese Kurzzeilen sind bewusst knapp gehalten, damit Sie die Lenormandkarte-Namen schnell erfassen können. Jede Karte erscheint einmal mit ihrem gängigen deutschen Namen und einer prägnanten Kernbedeutung.

Wie die Karten kategorisiert werden

  • Personenkarten: Herr (28), Dame (29), Kind (13) und weitere Karten können als Personen gelesen werden, abhängig vom Kontext.
  • Sachkarten: Buch (26), Ring (25), Brief (27) und Fische (34) stehen oft für konkrete Themen oder Objekte.
  • Situationskarten: Reiter (1), Haus (4), Garten (20) oder Kreuz (36) beschreiben Situationen oder Umstände.

Hinweis zur Verwendung: Beim Lesen zählt stets der Zusammenhang mit benachbarten karten. Die obigen Kurzbeschreibungen eignen sich als Cheat‑Sheet; für tiefergehende Deutungen lesen Sie die entsprechenden Kapitel zu Kombinationen und Legesystemen.

Symbolik und Bedeutungsebenen

Die Lenormand Symbolik arbeitet auf mehreren Ebenen: visuelle Motive, numerische Hinweise und der Kontext durch Nachbarschaft der Karten. Die Lenormand Bedeutung ergibt sich aus dem Zusammenspiel dieser Ebenen und liefert konkrete Hinweise zu Situationen des Alltags.

Wesentliche Bedeutungsebenen

  • Visuelle Symbolik: Jede Lenormandkarte zeigt ein klares Bild (z. B. Reiter → Bewegung; Haus → Sicherheit). Diese Ebene liefert die erste, sofort erkennbare Lesart.
  • Numerische Ebene: Die Kartennummern helfen bei Reihenfolgen und klassischen Zuordnungen (Karte 1 = Reiter, Karte 36 = Kreuz) und unterstützen Zeit- oder Reiheninterpretationen.
  • Kontextuelle / relationale Ebene: Die wirkliche Bedeutung karten entsteht oft erst im Zusammenhang mit benachbarten karten; Nachbarkarten definieren Ton, Stärke und Richtung einer Aussage.

Praktische Beispiele

  • Reiter + Brief: Nachricht oder Bewegung in Kommunikationsfragen.
  • Haus + Herz: Stabile, häusliche Nähe oder familiäre Zuneigung.
  • Wolken + Mäuse: Unklare Sorgen, die Energie schleichend aufzehren.

Traditionelle Decks zeigen häufig zusätzlich eine kleine Spielkarte (Inset), was eine weitere historische Bedeutungsebene ergänzt. Moderne Interpretationen kombinieren diese klassischen Hinweise mit psychologisch-praktischen Lesarten: Die Karten bleiben konkret, erlauben aber auch Nuancen, wenn man Situationen betrachtet oder mehrere Karten zusammenliest.

EBENSO LESEN:
Lenormand Rute - Bedeutung und Deutung der Wahrsagekarte

Für schnelles Arbeiten: nutzen Sie die visuelle Ebene als Erstlesehilfe, prüfen Sie die Nummern bei Zeitfragen und analysieren Sie immer die unmittelbaren Nachbarn einer Lenormandkarte. Weiterführende Beispiele für Kartenkombinationen finden Sie im Kapitel zu Lenormand Kombinationen.

Lenormand Spreads and Systems

Für Einsteiger sind klare Legesysteme die beste Methode, um die Lenormand Karten praktisch zu erlernen. Im Folgenden finden Sie bewährte Spreads, einfache Anleitungen zum Üben und Vorlagen, die Sie sofort übernehmen können.

Tageskarte & Wochenkarte (Schnellpraxis)

Die Tageskarte eignet sich, um den Fokus für einen einzelnen tag zu setzen; die Wochenkarte gibt Orientierung für die nächsten sieben Tage.

  • Ziehen Sie die Karte morgens; notieren Sie Stichworte in einem Kartentagebuch.
  • Interpretieren Sie die Karte im Kontext aktueller Themen (Arbeit, Beziehung, Entscheidung).
  • Vergleichen Sie nach 24 Stunden die tatsächlichen Ereignisse mit Ihrer Deutung — das fördert das Lernfeedback.

3‑Karten‑Legung (Template zum Kopieren)

Die Drei-Karten-Legung ist ideal für schnelle Antworten und Lernzwecke. Vorlage:

  1. Linke Karte = Vergangenheit / Ausgangssituation
  2. Mittlere Karte = Gegenwart / Herausforderung
  3. Rechte Karte = Zukunft / möglicher Ausgang

Tipp: Markieren Sie jede Position auf einem Blatt oder drucken Sie unser kleines Template aus (CTA: PDF-Cheat‑Sheet).

Das Kreuz‑System (5 Karten) — Textuelle Position

Das Kreuz bietet mehr Kontext als die 3‑Karten‑Legung und ist leicht zu merken. Legen Sie die Karten wie folgt:

[2]

[4] [1] [5]

[3]

  • [1] Zentrum = Hauptthema
  • [2] Oben = äußere Einflüsse / kurzfristige Zukunft
  • [3] Unten = innere Einstellung / langfristige Folge
  • [4] Links = Vergangenheit
  • [5] Rechts = naher Ausgang / Rat

Große Tafel (Fortgeschrittene Vorlage)

Die Große Tafel nutzt alle 36 Karten und zeigt Muster über einzelne Positionen hinweg. Zwei gängige Anordnungen sind:

  • 4 Reihen × 9 Karten (links→rechts, oberste Reihe = Beginn)
  • 3 Reihen × 12 Karten oder 6 × 6 je nach Tradition (lesen Sie Reihen und Nachbarschaften horizontal wie vertikal)

Vorgehen (einfaches Praxis‑Schema):

  1. Mischen, nach Gefühl abheben, und die Karten der Reihe nach auflegen (wie oben angeordnet).
  2. Beginnen Sie mit Rand- und Mittelpositionen: prüfen Sie zentrale Karte(n) und angrenzende Paare.
  3. Arbeiten Sie systematisch: erst Zeile 1–4, dann Spalten, danach Diagonalen.

Hinweis: Es gibt keine universelle «richtige» Lesart für die Große Tafel — viele Kartenleger entwickeln individuelle Konventionen. Wenn Sie beginnen, protokollieren Sie Ihre Interpretationen zur Qualitätskontrolle.

Praktische Übungsaufgaben (10–20 Minuten)

  • Ziehen Sie täglich eine Tageskarte und notieren Sie die Ereignisse (5–10 Tage vergleichen).
  • Arbeiten Sie Kartenkombinationen: wählen Sie zwei Karten und schreiben Sie 3 mögliche Bedeutungen.
  • Üben Sie das Kreuz-System einmal pro Woche mit einer konkreten Frage.

Lenormand Kartenkombinationen verstehen

Kartenkombinationen sind im Lenormand zentral: einzelne Lenormandkarte-Bedeutungen werden durch ihre Nachbarn präzisiert oder verändert. Wer Lenormandkarten nutzt, sollte daher stets das Zusammenspiel mehrerer karten beachten, nicht nur die Einzelbedeutung.

Kartenkombinationen: Grundlagen

  • Beachten Sie die unmittelbaren Nachbarkarten: zwei oder drei benachbarte Karten bilden meist die Kernaussage.
  • Analysieren Sie Position und Lesrichtung innerhalb des Spread.
  • Berücksichtigen Sie Thema und Frage: dieselbe Kombination kann in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich wirken.

Kurzbeispiele für Kombinationen (konkret & prägnant)

  • Sonne + Herz – Erfolg und Freude in Gefühlen; Hinweis auf positives Liebesglück.
  • Brief + Reiter – Eine Nachricht kommt; häufig schnelle Kommunikation oder Neuigkeit.
  • Mäuse + Buch – Verborgene Probleme oder Informationsverlust; etwas nagt an Wissen oder Plänen.
  • Fuchs + Ring – Vorsicht bei geschäftlichen Vereinbarungen; berufliche List oder Vorsicht ist angezeigt.
EBENSO LESEN:
Moderat Bedeutung – Ein Leitfaden zur Definition

Positive vs. negative Muster

Positive Muster entstehen, wenn Karten harmonisch zusammenarbeiten (z. B. Sonne, Herz, Ring). Negative Muster zeigen Hindernisse oder Verlust (z. B. Berg, Mäuse, Wolken). Achten Sie immer auf Verstärker oder Abschwächer in der unmittelbaren Umgebung einer Karte.

Zeitliche Aspekte und Prognosen

Lenormand-Leger arbeiten oft mit Zeitrahmen: Wochenlegung, Monatslegung und Jahreslegung sind gebräuchlich. Zeitangaben sind konventionell und nicht absolut—Kartennummern, Kombinationen und Kontext helfen bei der Einordnung.

  • Wochenlegung: Überblick für die nächsten sieben tage.
  • Monatslegung: Entwicklung über mehrere Wochen.
  • Jahreslegung: Grobe Trends und Schwerpunkte für das Jahr.

Lenormand vs. Tarot

Grundlegender Unterschied: Lenormand liefert oft konkrete Hinweise zu Alltagsfragen; Tarot arbeitet eher mit symbolischen, psychologischen Ebenen. Beide Systeme ergänzen sich, nutzen aber unterschiedliche Herangehensweisen und Deckstrukturen (Tarotkarten haben typischerweise 78 Karten, Lenormand 36).

Spirituelle und praktische Anwendungen

Lenormandkarten werden heute sowohl für persönliche Reflexion als auch für praktische Entscheidungen eingesetzt. Die spirituelle Nutzung kann Aspekte wie Selbstreflexion oder Achtsamkeit unterstützen, bleibt dabei aber praxisorientiert.

Moderne Tools und Übungstipps

Digitale Lenormandkarte-Tools, Apps und Online‑Spreads erleichtern das Üben, ersetzen aber nicht das regelmäßige physische Arbeiten mit einem echten Deck. Vorschläge:

  • Führen Sie ein Kartentagebuch, vergleichen Sie Deutungen mit tatsächlichen Ereignissen.
  • Üben Sie täglich 10–15 Minuten mit 3‑Karten‑Layouts.
  • Nutzen Sie digitale Vorlagen zum Ausprobieren, laden Sie dann die besten Kombinationen ins eigene Notizbuch.

Praxis: kleine Übung (10 Minuten)

  1. Ziehen Sie drei Karten für eine aktuelle Entscheidung.
  2. Lesen Sie die mittlere Karte als Kern; die linke als Ursache, die rechte als möglicher Ausgang.
  3. Notieren Sie mögliche Handlungsoptionen und vergleichen Sie nach ein bis zwei tagen die Entwicklung.

Regelmäßiges Üben schult das Erkennen von Mustern und verbessert Ihre Fähigkeit, Bedeutung in zusammenhangen zu lesen. Für weiterführende Beispiele und Kombinationstabellen siehe die Kapitel zu Spreads und der 36‑Karten‑Übersicht.

Fazit

Die Übersicht zeigt: Lenormandkarten sind ein handhabbares, praxisorientiertes System mit 36 Karten, das sich gut für konkrete Fragestellungen und tägliche Übung eignet. Wer Lenormandkarten lernen möchte, profitiert am meisten von regelmäßiger Praxis, dem Studium der einzelnen Lenormandkarte-Bedeutungen und dem gezielten Üben von Spreads wie der Drei‑Karten‑Legung.

Wesentliche Takeaways:

  • Lernen Sie zuerst die Kurzbedeutungen der 36 karten (siehe 36‑Karten‑Übersicht).
  • Üben Sie täglich kurz mit der Tageskarte oder 3‑Karten‑Layouts, und führen Sie ein Kartentagebuch.
  • Konzentrieren Sie sich auf Kombinationen und den Zusammenhang zwischen benachbarten Karten.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, nutzen Sie strukturierte Ressourcen wie Bücher, Online‑Kurse oder Workshops und vergleichen Sie verschiedene Decks. Digitale Tools können das Lernen unterstützen, ersetzen aber nicht die praktische Arbeit mit einem physischen Deck.

FAQ

Was sind Lenormand-Karten?

Lenormand-Karten sind ein traditionelles Wahrsage‑ und Deutungssystem mit 36 standardisierten Karten, die konkrete Alltagssymbole zeigen. Sie werden für praktische Deutungen und Entscheidungen im Alltag verwendet.

Wie unterscheiden sich Lenormand-Karten von Tarot?

Lenormand besteht aus 36 Karten mit konkreten Symbolen; Tarot hat typischerweise 78 Karten und arbeitet stärker mit archetypischen, psychologischen Bildern. Beide Systeme haben ihre Stärken und ergänzen sich in der Praxis.

Kann ich Lenormand als Anfänger lernen?

Ja. Beginnen Sie mit der Drei‑Karten‑Legung und der Tageskarte, lernen Sie die Bedeutungen der einzelnen Karten und führen Sie ein Kartentagebuch, um Fortschritte zu dokumentieren.

Welche Ressourcen eignen sich zum Lernen?

Empfohlen sind Einsteigerbücher zu Lenormand, strukturierte Online‑Kurse, Workshops und aktive Foren. Viele Lernende kombinieren physische Decks mit digitalen Vorlagen zum Üben.

Wie interpretiere ich Kartenkombinationen?

Die Interpretation basiert auf der Bedeutung einzelner Karten plus der Nachbarschaft: Paare und Dreiergruppen geben oft die klarste Aussage. Achten Sie auf Verstärker, Abschwächer und den Kontext der Frage.
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